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Herbstliche Balkonkästen: was jetzt hinein gehört

Ein flacher Balkonkasten und ein Topf ab 25 cm sind im Oktober nicht dieselbe Arbeit. In den Kasten kommen Stiefmütterchen, Hornveilchen und Efeu. Zwiebeln brauchen einen tieferen Topf, der draußen bleibt, nicht im warmen Zimmer.

Petunien treiben nach der ersten kalten Nacht nicht wieder aus. Der Kasten wird im Oktober neu bepflanzt, aber anders als im Mai. Ein Gefäß friert von allen Seiten. Ein Beet nicht. Deshalb geht ein kleiner Kasten am offenen Geländer im Januar ein, während dieselben Pflanzen im Beet an der Hauswand überleben.

Zuerst die Tiefe, dann die Pflanze

GefäßWas im Oktober hinein kommtWas nicht
Kasten unter 20 cmStiefmütterchen, Hornveilchen, eine niedrige Chrysantheme, Efeu, Schwingel, höchstens zwei Zierkohle auf 60 cmZwiebeln, Knoblauch, Heide, Purpurglöckchen
Topf ab 25 cmUnten Narzissen und darüber Tulpen, oder Purpurglöckchen und Spindelstrauch, die bleiben sollenSommerblumen und ein Wasserspeicher über den Winter
Eigener Topf für die HeideBesenheide, Schneeheide und Scheinbeere, saure Erde, stets leicht feuchtStiefmütterchen und kalkiges Wasser im Untersetzer

Stiefmütterchen jetzt, Blüten wieder im Frühjahr

Stiefmütterchen (Viola × wittrockiana) und das kleinere Hornveilchen (Viola cornuta) lassen sich noch in der ersten Oktoberhälfte setzen. Kaufen Sie Pflanzen mit Knospen, keine überständigen Blüten, die nach dem ersten Frost zusammenfallen. Abstand etwa 15 cm. Verblühtes auszupfen, damit sie nicht samen. Leichter Frost bräunt die Blüte. Aus dem Wurzelhals treiben sie im Frühjahr wieder, wenn der Ballen im Topf nicht völlig ausgetrocknet war. Ein 60-cm-Kasten fasst vier Stiefmütterchen und einen Efeu über den Rand, keine Reihe von acht Zierkohlen.

Solange die Nächte mild bleiben, bleibt Zierkohl grün. Violett und Rosa kommen erst bei richtiger Kälte, und ein längerer Kahlfrost legt ihn um. Bis zum Frühjahr rechnen Sie nicht mit ihm.

Heide in den eigenen Topf

Besenheide (Calluna vulgaris) will saure Erde und darf nicht austrocknen. Schneeheide (Erica carnea) verträgt etwas mehr Kalk, hasst aber Trockenheit und Wasser im Untersetzer genauso. Im selben Kasten wie Stiefmütterchen geht sie meist ein, weil gewöhnliche Balkonerde nicht passt und ein Kasten über das Wochenende austrocknet. Eigener Topf, Moorbeeterde, und so gießen, dass die Erde leicht feucht bleibt. Den Untersetzer ausleeren. Zur Heide passt die Scheinbeere (Gaultheria procumbens) mit roten Beeren. Sie will dieselbe Erde. Calluna ist jetzt die farbige. Erica blüht erst im Spätwinter. Im Oktober ist sie noch grün, und das ist in Ordnung.

Damit das Fenster ein Fenster bleibt

Von der Straße soll der Kasten eine Sache sagen und vom Zimmer aus den Blick frei lassen. Die hohe Pflanze setzen Sie an den Rahmen, nicht mitten vors Glas. Davor etwas Niedriges und über die Vorderkante eine, die hängt. Warme und kühle Farben mischen Sie nicht in einem Gefäß. Weinrot neben Orange und Silber läuft vom Gehweg aus ineinander.

  • Wenn Sie es warm wollen. Eine niedrige Chrysantheme, ein Zierkohl und Efeu über die Kante genügen. Eine Hagebutte oder eine Vogelbeere legen Sie auf die Erde, nicht auf den Wurzelhals. Sobald sie weich werden, nehmen Sie sie weg.
  • Wenn Sie es kühl wollen. Ein weißes Hornveilchen, Blauschwingel (Festuca glauca) und Efeu. Der silbrige Calocephalus (Calocephalus) ist Füllung bis zu den ersten Frösten. Im mitteleuropäischen Kasten bleibt er nicht.

Heide und Scheinbeere lassen Sie in dem sauren Topf. Hier gehören sie nicht hin.

Das Purpurglöckchen (Heuchera) hält das Blatt auch ohne Blüte, in einen flachen Kasten setzen Sie es aber nicht, wenn es überleben soll. Es braucht einen Topf von mindestens 25 cm, ebenso der Spindelstrauch (Euonymus). Der hängt über die Kante wie Efeu und bleibt über den Winter grün. Blauschwingel und Segge (Carex) lassen Sie jetzt in Ruhe. Der matte Horst deckt die Mitte, geschnitten wird erst im Vorfrühling. Lampenputzergras mit pelzigen Ähren ist jetzt hübsch, im Topf kommt es über den Winter aber meist nicht.

Ein Tontopf aus der Gärtnerei, der nicht für Frost gebrannt ist, reißt über den Winter. Bleibt das Gefäß draußen, bleiben Sie bei Kunststoff oder Holz. Holz hält die Wurzeln etwas wärmer. Den Tank eines Bewässerungskastens leeren Sie jetzt bis auf den Grund. Das Eis hebt ihn an und der Kunststoff reißt in einer Ecke. Am Morgen nach dem Frost werfen Sie nur die Pflanze weg, die weich und schwarz ist. Eine gebräunte Stiefmütterchenblüte lassen Sie. Eine Chrysantheme fürs nächste Jahr kürzen Sie tief, ungefähr auf eine Handbreit, und stellen sie in einen kühlen Raum, in dem es nicht friert. Auf dem Geländer über den Januar rechnen Sie nicht mit ihr.

Tieferer Topf: Narzissen unten, Tulpen darüber

In einen 15 cm tiefen Kasten passt keine Zwiebel so, dass darüber Erde und darunter Abfluss bleibt. Für die Schichtung braucht es einen Topf von mindestens 25 cm, besser 30, mit Loch im Boden. In der ersten Oktoberhälfte kommen Narzissen nach unten. Tulpen im Beet warten auf kühlere Erde. Im Topf auf dem Balkon kühlt das Substrat schnell, deshalb dürfen sie in ein Gefäß, das draußen bleibt. In die warme Wohnung gehört der Topf nicht. Die Zwiebeln brauchen mehrere kalte Wochen draußen, ungefähr unter 10 °C, sonst blühen sie im Frühjahr nicht. Pflanztiefe im Beet und das Laub nach der Blüte stehen im Ratgeber Frühlingsblumenzwiebeln.

  • Unten 2–3 cm Kies oder Blähton. Das Loch muss offen bleiben. Ein dichter Übertopf ohne Abfluss lässt die Zwiebeln faulen.
  • Erde, dann Narzissen mit der Spitze nach oben, ohne einander oder die Wand zu berühren. Etwa 5 cm Erde.
  • Tulpen eine Etage höher, wieder Spitze nach oben. Darüber 8–10 cm Erde.
  • Oben Stiefmütterchen. Ihr Ballen darf die Zwiebeln nicht durchstechen. Krokusse passen in diese obere Schicht, wenn über ihnen mindestens 8 cm Erde bleiben.
  • Einmal gießen, damit die Erde sackt. Untersetzer leeren. Jetzt keinen Stickstoff geben.

Wohin mit dem Topf im Winter

  • An die Hauswand, nicht ans offene Geländer. Ein kleiner Kasten an der Metallbrüstung friert zuerst durch. Eine Gruppe Töpfe an der Wand hält etwas mehr Wärme.
  • Den Topf auf Füße stellen. Das Abzugsloch darf nicht in einer Pfütze festfrieren. Füße oder zwei Leisten genügen.
  • Bei Tauwetter gießen, wenn die obere Schicht trocken ist. Ein Südbalkon trocknet den Topf in der Wintersonne aus, auch wenn die Luft kalt ist. In gefrorene Erde gehört kein Wasser. Warten Sie auf das Tauwetter.
  • Ist eine Nacht um −8 °C angesagt, umwickeln Sie den Topf, nicht die Pflanzen mit einer Plastiktüte. Luftpolsterfolie oder Jute kommt an die Topfwand. Stiefmütterchen vertragen für eine Nacht Vlies. Eine Tüte über den Blättern heizt sich in der Sonne auf und hält sie nass. Vlies, und was nicht unter Folie gehört, steht im Text Pflanzen vor Frost schützen.
  • Einen Kasten unter 20 cm bei starkem Frost in einen ungeheizten Flur oder die Garage stellen und zurückholen, wenn es nachlässt. Nicht ins Wohnzimmer. Dort ist es für die Zwiebeln zu warm und für die Stiefmütterchen zu dunkel.

Was nicht in den Herbstkasten gehört

  • Petunien und Geranien in der Hoffnung, sie treiben wieder. Die Einjährigen sind fertig. Eine Geranie lässt sich kühl und eher trocken überwintern. Das ist eine andere Arbeit als den Kasten zu bepflanzen.
  • Knoblauch und Steckzwiebeln in den flachen Kasten. Die gehören ins Beet. Ein Topf ab 30 cm trägt ein paar Zehen, ist aber ein Kompromiss. Der Ablauf steht unter wann Knoblauch pflanzen.
  • Heide in dieselbe Erde wie die Stiefmütterchen. Und reine Gartenerde statt Substrat. Im Topf sackt sie zusammen und zieht nicht mehr ab.

Steckzwiebeln, Feldsalat und Narzissen fürs Beet haben ihren Termin im Text was in der ersten Oktoberhälfte noch in die Erde muss. Was sonst im Oktober in die Erde kommt, steht unter was im Oktober pflanzen. Sommerbalkon, Lage und Erde stehen im Ratgeber Balkon und Gemüse.

Häufige Fragen

Ist Mitte Oktober zu spät für Stiefmütterchen?

Nein. Setzen Sie Pflanzen mit Knospen, keine überständigen Blüten. Leichter Frost bräunt die Blüte, im Frühjahr treibt das Stiefmütterchen wieder, wenn der Ballen nicht ausgetrocknet war.

Können Tulpen jetzt in den Balkonkasten?

In einen flachen Kasten nicht. In einen Topf von mindestens 25 cm, der draußen bleibt, ja. Im warmen Zimmer bekommt die Zwiebel keine Kälte und blüht im Frühjahr nicht.

Warum kümmert die Heide neben Stiefmütterchen?

Sie will saure Erde und darf nicht austrocknen. In den Kasten mit Stiefmütterchen gehört sie nicht. Eigener Topf, Moorbeeterde, leerer Untersetzer. Zur Heide passt die Scheinbeere, nicht das Hornveilchen.

Taugt ein Kasten mit Wasserspeicher auch im Herbst?

Für Geranien im Mai ja. Den Tank leeren Sie jetzt. Gefrorenes Wasser hebt den Boden und der Kunststoff reißt. Ein gewöhnlicher Kasten mit Loch im Boden ist über den Winter sicherer.