· 7 Min. Lesezeit

Was in der ersten Oktoberhälfte noch in die Erde muss

Ein Teil der Oktoberarbeit hat Mitte des Monats Schluss. Wintersteckzwiebeln, Feldsalat und Narzissen, die erst nach dem 16. Oktober in die Erde kommen, verpassen das Einwurzeln. Tulpen und Knoblauch wollen dagegen erst kühlere Erde.

Ende September fühlt sich der Garten noch unaufgeregt an. Der Boden ist grabbar, die letzten Tomaten reifen, die Zucchini-Beete sind frei. Im Flachland Mitteleuropas gehören drei Arbeiten aber wirklich in die erste Oktoberhälfte. Wer sie auf das Monatsende schiebt, pflanzt nur noch aus Gewohnheit.

Termine, die nicht warten

ArbeitBis wannWenn es später wird
Wintersteckzwiebelnerste OktoberhälfteSie wurzeln nicht ein und frieren bei Kahlfrost heraus.
Feldsalatbis Mitte OktoberBis zum Winter bleibt die Rosette zu klein für die Ernte.
Narzissen und Krokussebis Mitte OktoberDie Zwiebeln schrumpeln in der Tüte und blühen schwach oder gar nicht.
Dahlienerst nach dem ersten Frost, oft um den 16. 10.Zu früh gerodete Knollen mit grünem Kraut lagern schlechter.
Grüne Tomatenbevor der Frost die Pflanze schwarz machtErfrorene Früchte werden weich und reifen drinnen nicht nach.

Winterzwiebeln: Steckzwiebeln noch diese Woche

Wintersteckzwiebeln kommen von Ende September bis Mitte Oktober in die Erde. Nehmen Sie Ware, die als Herbststeckzwiebel verkauft wird. Große Frühjahrssteckzwiebeln, die im April liegen geblieben sind, schossen im Mai und geben eine Blüte statt einer Zwiebel. Die Spitze sitzt nur knapp unter der Oberfläche, etwa 2–3 cm tief, 8–10 cm Abstand, Reihen etwa 25 cm. Jetzt keinen Stickstoff geben. Wenn der Boden nicht trocken ist, nicht gießen. Die Zwiebel soll wurzeln, nicht Laub treiben, das der erste Frost verbrennt.

Feldsalat ist das letzte Gemüse, das sich jetzt noch lohnt

Feldsalat verträgt Frost, muss aber vor dem Winter eine Rosette bilden. Im Flachland bis Mitte Oktober säen, in höheren Lagen ist nur die Septemberaussaat verlässlich. Saat etwa einen Zentimeter tief, Reihenabstand 15 cm, und dünn säen. Ein dichter Bestand fault im November unter dem Vlies. Sobald die Nächte frieren, weißes Vlies aufs Beet. Eine dicke Laubschicht auf den Rosetten hilft nicht, sie erstickt sie. Geerntet wird von November bis März, ganze Rosetten oder nur die äußeren Blätter, sobald der Boden nicht steinhart gefroren ist.

Ein Beet nach Tomaten oder Gurken ist in Ordnung, wenn krankes Kraut im Restmüll gelandet ist und nicht im frischen Kompost zurück aufs Beet. Senf in den ersten Oktobertagen ist keine sichere Gründüngung mehr. Frost um die Monatsmitte holt ihn oft ein, bevor er den Boden deckt. Auf einem Beet, das bis zum Frühjahr frei bleibt, reichen Kompost oder Mulch auf der Oberfläche.

Narzissen und Krokusse jetzt, Tulpen erst wenn es kühler wird

Narzissen und Krokusse brauchen länger zum Einwurzeln als Tulpen. Ihr Termin ist September und die erste Oktoberhälfte. Tiefe: dreimal die Höhe der Zwiebel, Spitze nach oben, in Gruppen und nicht in einer Reihe. Tulpen warten auf die kältere zweite Oktoberhälfte und den November. In noch warmer Erde faulen sie leichter. Tiefe, Wühlmäuse und das Laub nach der Blüte stehen im Ratgeber Frühlingsblumenzwiebeln. Liegen Narzissen nach der Monatsmitte noch in der Tüte, trotzdem stecken, solange sich der Boden graben lässt. Späte Pflanzung blüht schwächer, eine Tüte im Keller bis zum Frühjahr ist der sicherere Verlust.

Was in der ersten Oktoberhälfte noch nicht dran ist

  • Obstbäume jetzt nicht schneiden. Äpfel und Birnen werden im Spätwinter geschnitten, wenn kein harter Frost mehr droht, nicht im nassen Oktober. Kirschen, Pflaumen und Aprikosen nach der Ernte im Sommer oder an einem trockenen Frühjahrstag. Eine Oktoberwunde bleibt den Winter über offen.
  • Dahlien nicht roden, solange das Kraut grün ist. Der erste Frost, oft um den 16. Oktober, macht die Stängel schwarz. Dann auf etwa 10 cm zurückschneiden, die Knolle herausnehmen, abtrocknen lassen und frostfrei bei etwa 5 °C lagern.
  • Gesunde grüne Tomaten nicht am Stock erfrieren lassen. Abnehmen und im Zimmer nachreifen lassen, nicht im Kühlschrank. Kraut mit Braunfäule gehört in den Restmüll, nicht auf den Kompost.
  • Knoblauch muss nicht am 1. Oktober in die Erde, aber bis Monatsende schon. Tiefe und welche Zehen, steht im Ratgeber Wann Knoblauch pflanzen.

Was im Oktober sonst noch gesät und gepflanzt wird, steht in Was im Oktober pflanzen.

Häufige Fragen

Ist es nach dem 10. Oktober zu spät für Narzissen?

Nein, solange sich der Boden graben lässt. Nach der Monatsmitte wurzeln Narzissen unsicherer als Tulpen. Tulpen fangen dann erst an und können bis in den November warten.

Kann ich Feldsalat noch säen?

Im Flachland ja, bis Mitte Oktober. Dünn säen, etwa einen Zentimeter tief, und das Beet ab den ersten Frostnächten mit Vlies decken. In höheren Lagen zählt die Septemberaussaat.

Wann kommen die Dahlien aus der Erde?

Erst wenn der erste Frost das Kraut schwarz gemacht hat. Um den 16. Oktober ist das oft so, entscheiden tut der Frost im eigenen Garten. Grünes Kraut füttert die Knolle noch.